Desierto Florido e.V.
  Wir unterstützen soziale Projekte in Lateinamerika.
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Veranstaltungen im Jahr 2011

Die Arbeit von Desierto Florido e.V. ist geprägt von den unterschiedlichen Menschen, die zu unserem Verein gehören. In unserer aktuellen Zusammensetzungen haben wir 2011 Bewährtes weitergeführt und in einigen Bereichen Neues ausprobiert. Während die meisten Aktionen auf Tübingen konzentriert waren, gab es im Januar 2011 eine Fiesta Peruana in Wangen, organisiert von Carola Flurschütz. Sie ist langjährige Projektbetreuerin für Peru und nun aus beruflichen Gründen nicht mehr in Tübingen. In der Fachklinik Wangen hat sie im Rahmen eines Festes mit peruanischer Musik die Projekte in Peru vorgestellt.

Das Sommersemester war geprägt von der Verfassung eines Antrags auf Fördergelder des Landes Baden- Württemberg für einen Hausbau beziehungsweise -kauf für die Suppenküche Inmensa Esperanza in Mendoza, Argentinien. Die intensive Auseinandersetzung mit der Zielsetzung und Arbeitsweise der Inmensa Esperanza war eine bereichernde Erfahrung für uns. Wenn auch unser Vorhaben nicht von Erfolg gekrönt war, konnten wir Erfahrungen mit Anträgen für öffentliche Fördermitteln sammeln, auf die wir in Zukunft aufbauen können.

Im Oktober organisierten wir die Lateinamerikanischen Aktionstage unter dem Motto „Lärm aus dem Süden“. Die Veranstaltung war von großem Erfolg gekrönt. Den Auftakt bildete die bolivianische Band Alaya mit traditionellen Klängen. Am Tag darauf lockte ein buntes Programm aus Vorträgen, Filmen und Workshops viele Interessierte an – von jung bis alt. Es wurde zu aktuellen Themen wie zum Beispiel der Diskussion um die Ölförderung im ecuadorianischen Nationalpark Yasuní oder zu unterschiedlichen Perspektiven auf die lateinamerikanische Realität diskutiert. Neben Informationen zu nachhaltigen Geldanlagen in Guatemala gab es begeisterte Capoeira- TänzerInnen, beinahe zu wenig Cajóns für all die Teilnehmer beim Trommel- Workshop und einen Saal voller Salsa-AnfängerInnen. Beeindruckende Dokumentarfilme zeigten unterschiedliche Lebenswelten in Ecuador, Chile und Argentinien und auch die Vorstellung der verschiedenen Projekte, die wir unterstützen, vermittelten einen Eindruck von der Vielfalt des Kontinents. Mit kulinarischer Unterstützung der lokalen Gruppe „La Escuelita e.V.“ sowie vielen HelferInnen hinter den Bars gelang der Übergang in einen ausgelassenen Abend, begleitet von den Tübinger Bands „Kalin“ und „Kommando Feirefiz“.

Eine Veranstaltung dieser Größenordnung war durchaus eine neue Herausforderung für uns, die uns viel Spaß gebracht hat und unter anderem endlich einen Rahmen für die Ausstellung eines Fotoprojektes geboten hat. Anfang des Jahres 2010 hatte unser Mitglied Friederike von Sichart mit Kindern aus der Inmensa Esperanza dieses Fotoprojekt durchgeführt, in dem die Kinder selbst ihre Umgebung fotografierten. Das bemerkenswerte Ergebnis war nun während der Aktionstage erstmalig zu sehen.

Zu unserer Freude konnten wir in diesem Jahr den Kontakt zu lokalen Schulen verstärken, indem wir im Rahmen der Frauenfilmtage Schulvorstellungen begleiteten, die thematische Bezüge zu der Gruppe junger Mütter in Peru hatten. Die Kooperation mit den in Tübingen etablierten Frauenfilmtagen war eine neue und spannende Zusammenarbeit für uns. Die unterschiedlichen Dokumentarfilme zu Müttersterblichkeit in Entwicklungsländern sowie der Situation junger Mütter in der Schweiz wurden in Anwesenheit der Regisseurinnen gezeigt und diskutiert. Der jeweilige Bogen zu den Semillas del Desierto Florido in Peru und unserer Arbeit in Deutschland führte zu einem spannenden Austausch mit den SchülerInnen, an den wir in Zukunft weiter anknüpfen wollen.

Auf einem Adventsstand in der Tübinger Altstadt haben wir auch in diesem Jahr Produkte aus den Projekten verkauft – Schals und Mützen aus Peru, die von den jungen Müttern inzwischen sehr professionell gestrickt werden, sowie bunte Kalender und Notizbücher aus der Casita Colectiva in Argentinien.

Im Dezember haben wir uns außerdem einen Sonntag Zeit genommen, um als Gruppe unsere Arbeit zu reflektieren, Erreichtes zu feiern und noch nicht Erreichtes herauszuarbeiten. Diese besonderen Sitzungen halten wir zusätzlich zu den wöchentlich stattfindenden Dienstagssitzungen mehrmals im Jahr ab. Diesmal wurde deutlich, dass wir viele der Ziele, die wir uns für das vergangene Jahr gesteckt hatten, erreichen konnten. Gleichzeitig zeigte sich, dass es im neuen Jahr einige Veränderungen geben wird: Da wir als überwiegend studentischer Verein im besonderen Maße von Wohnortswechseln unserer aktiven Mitglieder betroffen sind, wollen wir verstärkt nach organisatorischen Möglichkeiten suchen, um Weggezogene auch an anderen Standorten weiter in unsere aktive Vereinsarbeit einzubinden. Dass wir nicht mehr alle in Tübingen wohnen, bietet einerseits die Chance, auch in anderen Städten über unsere Arbeit zu informieren und neue Unterstützer zu erreichen. Andererseits gilt es auch, neue Mitglieder aus Tübingen zu gewinnen, um unsere hier etablierte Position und Vernetzung zu erhalten.

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