Desierto Florido e.V.
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Stipendien für Schüler aus armen Elternhäusern

Projektgebiet

Das Tal "Valle Alto del Carmen" liegt östlich der Kleinstadt Vallenar (750 km nördlich von Santiago) im Norden Chiles. Es besteht aus drei Dörfern (El Transito, San Felix, Alto del Carmen) und diversen kleinen Siedlungen mit insgesamt ca. 6000 Einwohnern, wobei die Busfahrtzeit vom Valle Alto del Carmen zur nächstgelegenen Stadt Vallenar zwischen ein und zwei Stunden beträgt.

Die Bewohner der Region beziehen ihre Einkünfte hauptsächlich aus dem Verkauf landwirtschaftlicher Produkte eigenen Anbaus, der Ziegenhaltung und saisonaler Arbeit.

Internationale Aufmerksamkeit hat das Tal durch das geplante Bergbauprojekt "Pascua-Lama" erhalten. In der Grenzregion zu Argentinien im Hochtal des Valle Alto del Carmen will der kanadische Goldproduzent Barrick eine große Tagebaumine errichten. Unter drei Gletschern werden große Vorkommen an Gold und kleinere Mengen an Silber und Kupfer vermutet. Umweltverbände befürchten bei einer Zerstörung der Gletscher gravierende Umweltschäden und auch wirtschaftliche Folgen im Huasco-Tal. Kritisiert werden mögliche Rückstände von Schwermetallen im Flusswasser oder das komplette Austrocknen des Flusses im Sommer. Zudem fordern die im Huasco-Tal verbliebenen 260 indigenen Huascoaltino-Familien von der Regierung die Anerkennung ihres Territoriums, nämlich den Boden des möglichen Abbaugebietes. Gegner des Projekts haben sich vor allem in Vallenar zusammengeschlossen, um für das Nichtzustandekommen des Projektes Pascua-Lama zu kämpfen. Leider wurde dem Bergbauunternehmen im Februar 2006 die Schürflizenz erteilt.

Das Schulsystem in Chile

Das Schulsystem in Chile sieht verpflichtend eine achtjährige Grundschulausbildung (Enseñanza básica) und eine vierjährige sog. "Mittelschule" ("Secundaria" entspricht im deutschen System: 9.-12. Klasse) vor, die beide verpflichtend sind. Für beide Stufen gibt es drei verschiedene Träger: öffentliche ("munizipale") Schulen, die von den Gemeinden geleitet werden, "privat-subventionierte" Schulen und private Schulen. Dabei ist die Qualität extrem unterschiedlich, wobei den Eltern und Schülern sehr bewusst ist, dass die Auswahl der Schule für die berufliche Zukunft der Kinder zentrale Bedeutung hat.

Das Schulsystem in Vallenar besteht nur aus öffentlichen Schulen. In El Transito, San Felix und Alto del Carmen gibt es jeweils eine Grundschule mit 8 Klassen und jeweils etwa 150-200 Schülern sowie pro Jahr etwa 40 Abgängern. Diese munizipalen Schulen sind kostenlos und bieten kostenlos Internate für die weiter entfernt wohnenden SchülerInnen. Des Weiteren gibt es eine Reihe kleiner Dorfschulen, die aber jeweils nur aus einem Lehrer bestehen und nur die erste bis vierte oder erste bis sechste Klasse anbieten. Die durchschnittlich ca. fünfzehn Schüler unterschiedlichen Alters werden meist im selben Klassenzimmer unterrichtet.

In San Felix gibt es seit vier Jahren eine Mittelschule, die in einigen Jahren nach Alto del Carmen umziehen soll. Auch diese Schule ist kostenlos und das Internat ebenfalls. In der nahe gelegenen Kleinstadt Vallenar gibt es eine öffentliche Mittelschule mit kostenpflichtigem Internat, wo etwa 180 Jugendliche wohnen.

Wie kam es zur Projektidee?

Der damals in Tübingen lebende Chilene, Paulo Terra, der später Mitbegründer von Desierto Florido e.V. wurde, besuchte während seiner Reise nach Chile im Jahr 2003 Freunde im Valle Alto del Carmen und lernte dort u.a. Schwester Christina und Pater Alejandro der Deutschen Kongregation kennen. Sie berichteten ihm von der schwierigen Situation für die Kinder im Tal, die oftmals aus finanziellen Gründen die Schule abbrechen müssen bzw. in Unterrichtsstunden fehlen, um ihren Eltern in der Landwirtschaft behilflich zu sein um damit zum Unterhalt der Familie beizutragen. Zudem seien die Schulen im Tal selbst - gegenüber der Mittelschule in Vallenar oder anderen Städten - qualitativ schlechter. Schwester Carolina fragte Paulo, ob es nicht eine Möglichkeit gäbe, in Deutschland finanzielle Unterstützung für diese Kinder zu finden. Paulo kehrte genau mit dieser Idee nach Tübingen zurück.

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