Desierto Florido e.V.
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Medizinische Hilfe in Peru

Projektgebiet

In der Region Caņete südlich der peruanischen Hauptstadt Lima liegen in der Küstenwüste die Orte San Antonio und Chilca. San Antonio ist ein Dorf mit ca. 3700 Einwohnern, in Chilca und den dazugehörigen Elendsvierteln leben etwa 15000 Menschen.

San AntonioDas Ortsbild der beiden Orte ist für den von außen Kommenden geprägt von Armut und dem graubraunen Sand der umgebenden Wüste. In den Ortskernen wohnen die Menschen meist in kleinen gemauerten Häusern; am Dorfrand und in vorgelagerten Siedlungen leben viele in Hütten aus Holzbrettern, Bastmatten, Wellblech oder Plastikfolie. Diese "Pueblos Jóvenes" (Elendsviertel), wo es zum großen Teil weder Strom noch Wasser gibt, strecken sich bis in die Wüste hinein. Hier ist die Arbeitslosigkeit sehr groß, und viele Menschen, die eine Arbeit haben, bekommen so geringe Gehälter, dass auch sie ihre Familien nur schwer ernähren können. Die medizinische Situation der Menschen ist einerseits durch die Folgen von Armut und oft problematischen hygienischen Verhältnissen geprägt, andererseits durch das im Winter sehr feuchte und kalte Klima. Erschwerend kommt hinzu, dass sich viele gerade der ärmsten Menschen wenig gesundheitsbewusst verhalten. Mangelnde Aufklärung ist ein großes Problem, häusliche Gewalt und ein liebloser Umgang mit den Kindern sind bei vielen Familien an der Tagesordnung.

Villa Infantil, ChilcaDie medizinische Versorgung wird von jeweils einer Gesundheitsstation geleistet, die vom peruanischen Gesundheitsministerium (MINSA) eingerichtet und getragen werden. In San Antonio befindet sich auch die Regionalleitung der Region, "Red de Salud Chilca-Mala". In den Gesundheitsstationen werden die Menschen in Armut und extremer Armut mit dem "Seguro Integral de Salud" (SIS), einer Basisversicherung, weitgehend kostenlos behandelt. Die Verhältnisse sind sehr einfach und für unseren hiesigen Standard unvorstellbar. Da viele Menschen trotz der niedrigen Preise die Behandlung nicht bezahlen können, kommen sie erst dann zum Arzt, wenn ihre Krankheit fortgeschritten ist oder lassen sich gar nicht behandeln.

Projektidee

Centro de Salud, San Antonio Die Partnerschaft entstand im Jahr 2003 in der Folge einer Famulatur (Praktikum), die unser Mitglied Dr. Carola Flurschütz im Rahmen ihres Medizinstudiums in den beiden Gesundheitsstationen absolvierte. Mit Spenden, die sie im Rahmen von Diavorträgen über die dortige Situation sammelte, wurde in San Antonio eine erste Kampagne zur kostenlosen Behandlung älterer Menschen, für die es damals noch kein staatlich gefördertes Programm gab, unterstützt. In Chilca konnte durch die Spenden eine psychologische Betreuung der Kinder in dem Kinderheim "Villa Infantil Federico Ozanam" beginnen. Um das Projekt längerfristig weiterführen zu können, nahm Desierto Flordio e.V. das Projekt in sein Programm auf und unterstützt es seit 2005.

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